Lehrgang mit Hanshi Fritz Nöpel in Osnabrück

Zum 20sten Mal fand am 2. März 2019 ein Goju-Ryu Lehrgang mit Hanshi Fritz Nöpel in Osnabrück statt.

Wir (der Karate-Club Seelze e.V.) waren, soweit ich mich erinnere, nicht bei jedem Mal dabei, aber mehr als die Hälfte der Lehrgänge haben wir auf jeden Fall besucht.

 

Wie immer war der Lehrgang von Martina Lohmann und ihren Mitstreitern vom TSV Osnabrück hervorragend organisiert.

In diesem Jahr passte der Termin bei vielen in den doch immer recht vollen Terminkalender und so fuhren wir mit 19 Karateka aus unserem Dojo nach Osnabrück. Bei bestem Reisewetter und freien Autobahnen und meiner Erstbefahrung der Umgehung von Bad Oeynhausen waren An- und Abreise kein Problem.

Der erste Teil des Lehrgangs war ein Mondo-Gespräch. Hanshi Fritz Nöpel erklärte viel Details zur Selbstverteidigung und zum Kata-Bunkai, immer mit Bezug zu Dan-Prüfungen und er stellte das „Arbeitsblatt“ mit ausgesuchten Bubishi-Zeichnungen vor und erklärte deren Ursprung.

Nach der Kaffeepause war die Aufgabe, um die Bubishi-Zeichnungen eine Partnerübung aufzubauen, die zum Teil dann auch den anderen Lehrgangsteilnehmern vorgestellt wurden.

Den Abschluss bildete ein Block mit SV Übungen, in Anlehnung an das Prüfungsprogramm.

Ich glaube jeder Lehrgangsteilnehmer hat, bei der Vielzahl von Informationen, für sein Karate etwas mitgenommen. Bei mir ist hängen geblieben, dass

  • in der SV der Schwerpunkt auf den ersten Schlägen oder Tritten liegt und dass hier auch der entsprechende Kiai gesetzt werden muss. Gerade der erste Schlag sollte so ausgeführt werden, dass der Angreifer schon massive Probleme hat, so dass ein zweiter Schlag mehr oder weniger zum KO führt. Der Wurf, der in Prüfungen oft als Abschluss gezeigt wird, kann die Aktion beenden, da in der Prüfungssituation der Angreifer zum Glück nicht wirklich verletzt wird und somit auch nicht KO geht.
  • wenn man davon ausgeht, dass der Angreifer meist körperlich überlegen ist, kann auch erst dann gehebelt werden, wenn der Angreifer durch Schläge oder Tritte entsprechen „weich“ gemacht wurde.
  • den Abschluss einer SV-Übung sollte immer das Lösen vom Angreifer sein, man sollte also eine sichere Distanz zum besiegten Angreifer einnehmen.
  • für die SV reicht es aus, wenn man 10% der Karate-Techniken so beherrscht, dass man sie zerstörerisch einsetzen kann. Im Training sollen aber alle Techniken und Formen geübt werden, da jeder individuell sich seine 10% herausfiltern muss. Diese Auswahl sollte also nicht der Trainer/Lehrer vornehmen, diese Auswahl muss jeder in seinem Karate-Leben selbst treffen.
  • je länger (wir denken hier in Jahrzehnten) man Karate macht desto individueller wird es.

Soweit meine persönliche Erinnerung. Fragt man einen anderen Lehrgangsteilnehmer, wird dieser bestimmt etwas andere Schwerpunkte mitgenommen haben.

Hier noch das Gruppenfoto unserer „Reisegruppe“ mit Hanshi Fritz Nöpel und unserer Sportfreundin Martina Lohmann, die übrigens wieder im September einen Lehrgang für Trainer und Prüfer bei uns in Seelze gibt.

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