Karate-Club Seelze e.V.

Kampfkunst seit 1974

Vollkontakt mit dem inneren Schweinehund

Kempo-Arnis-Prüfung bringt Seelzer Karateka an ihre Grenzen

Schon nach den ersten zehn Minuten wurde klar, dass diese Prüfung hart werden würde. Die Temperaturen draußen lagen unter null – trotzdem musste dringend gelüftet werden. Sauerstoff! Die Kämpfer dampften. „Nutzt die kurzen Pausen, um etwas Atem zu holen und den Puls zu beruhigen“, mahnte Prüfer Jan Torborg.  Doch nur wenige Augenblicke später ging es wieder voll zur Sache: Falltechniken, Kihon, Formenlauf, Selbstverteidigung. Stockkampf. Und jede Menge Bääämh.

Über zwei Stunden Kampfgeists

Über zwei Stunden zog sich diese harte Prüfung, die alles forderte: Kraft, Präzision und mentale Stärke. Kempo Arnis ist eine realistische und äußerst effektive Form der Selbstverteidigung – und genau das spürten die Teilnehmer vom ersten Moment an. Das kämpferische Element steht im Mittelpunkt. Nichts wird geschönt, nichts weichgezeichnet.

Je länger die Prüfung dauerte, desto stärker rauschte das Adrenalin. Die Muskeln brannten, die Lungen arbeiteten auf Hochtouren. Wer Kempo Arnis trainiert, weiß: Man kommt im Training immer ins Schwitzen – aber an diesem Tag war es mehr. Es war ein permanenter Kampf gegen die die eigene Erschöpfung.

Präzisionsarbeit unter Adrenalin

Tritttechniken, Schlagtechniken, Trapping, Grappling, Bodenkampf, Stockkampf – jede Technik verlangte volle Konzentration. Jeder Einsatz war ein Nackenschlag für den inneren Schweinehund, der sich zu Hause auf dem Sofa am liebsten mit Chips füttern lässt. Hier im Dojo hatte er keine Chance.

Die Prüflinge kämpften sich weiter durch Kombinationen und Drills, immer schneller, immer intensiver, immer kräfteraubender. Die Techniken wurden härter, die Abläufe komplexer. Niemand konnte sich verstecken. Auch die jungen Frauen kämpften wie Löwinnen. Wer müde wurde, biss sich durch. Und wer glaubte, nicht mehr zu können, gab genau dort erst richtig Gas. "Ich bin froh, dass wenigstens bei einigen das Tempo zum de hin nachgelassen hat“, bekannte Silvio Korte. Er hätte sonst an sich selbst gezweifelt.

 

 

Prüfung, die Prüferherzen höherschlagen ließ

Formularbeginn

Formularende

 

 

Als die Prüfung schließlich endete, war der Raum erfüllt von schwerem Atem, brennenden Muskeln und einem Gefühl von Stolz. Zu Recht. Jeder wusste: Diese zwei Stunden waren ein Härtetest gewesen – für Körper, Geist und Charakter. Herzlichen Glückwunsch an Svea, Laurine, Benni, Nils, Enrico und Robert. Diese Prüfung war großes Kino und Werbung für euren Sport. Besonderes Lob für Enrico und Nils, die gleich ein Doppelprüfung mit Bravour meisterten. "Was ich bei euch gesehen habe, war mehr als das, was ich sonst oft bei Braungurtprüfungen gesehen habe. Solche Leistungen erfüllen auch uns Trainer mit Stolz. Kempo Arnis zeigt, was in einem steckt. Und an diesem Tag zeigte jeder, dass noch viel mehr in ihm steckt, als er dachte.

Bericht Norbert Bödecker

 

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