Das Feuer brennt noch

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Dan-Träger des Karate-Club Seelze treffen sich zum Austausch.

 

Man kann getrost sagen, das gelebte Wissen eines Karate-Vereins (Dojo) „steckt“ in seinen Schwarzgurten (Erklärungen zum Gürtelsystem findest du am Ende des Berichtes). Am Samstag den 22.4.2022 trafen sich die Dan-Träger des Karate-Club Seelze e.V. zu einem Gashukku (Erfahrungsaustausch). 21 Dan-Träger und Dan-Anwärter des Vereins folgten der Einladung von Sportwartin Barbara Remer.

Gruppe

Dem Erfahrungsaustausch bei Sushi am Feuerkorb waren 90 Minuten Training vorgeschaltet. Das Training wurde von Jan Torborg (6.Dan) geleitet.

Jan

Eine der Übersetzungen von Karate ist ja „leere Hand“, also unbewaffnete Hand. An diesem Tag nahmen die Karateka aber Bambus-Stäbe in die Hand und übten damit Bewegungsabläufe, deren Ursprung im Arnis, einer Kampfkunst von den Philippinen, liegt.

Training1

Jan zeigte immer wieder auf, dass die Bewegungen, lässt man den Stock weg, den Karate-Bewegungen mit der „leeren Hand“ gleichen. Das war auch der Grund, weswegen bereits am Ende der Trainingseinheit der freie Kampf mit einen Stock probiert werden konnte.

Kumite2

Kumite3

Hierbei zeigten die Karate-Meister Kampfgeist und Treffsicherheit und dass sie Spaß am Kämpfen haben.

Die gute Stimmung des Trainings wurde mit nach draußen an den Feuerkorb genommen.

Feuerkorb

Bei den Gesprächen rund um den Feuerkorb ging es natürlich um Karate und das Verbindungsglied, welches diese Karateka zusammengebracht hat, den Karate-Club Seelze. Als nach 3 Stunden das Ende nahte, ging man vergnügt auseinander, da jeder sich sicher war, die Freunde bald beim Training oder einer anderen Aktion seines Vereins wieder zu sehen.

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zum Gürtelsystem und zum Karate-Club Seelze.

Wie in anderen Kampfkünsten auch, wird die Leistung und das Wissen des Einzelnen durch die Gürtelfarben ausgedrückt. Hierbei werden die Schülergrade von Weiß über Gelb, Orange, Grün, Blau und Braun angezeigt. Danach beginnen die Meistergrade (1. bis x-ten Dan), die alle den schwarzen Gürtel tragen. Bedingt durch die Vorbereitungszeit zu den einzelnen Gürtel-Prüfungen kann man grob sagen, dass man mindesten 7, eher 10 Jahre Karate trainieren muss, um sich der ersten Dan-Prüfung zu stellen. Diese Prüfungen finden dann auch nicht mehr als Vereinsprüfung statt, sondern sind bundesweit ausgeschriebene Prüfungen des Deutschen Karate Verbandes.

An dieser Stelle noch eine kleine Vereins-Statistik: In den 48 Jahren seines Bestehens, haben fast 1700 Karateka ihre erste Prüfung im Karate-Club Seelze abgelegt. 60 davon sind dem Karate treu geblieben und haben die Prüfung zum ersten Dan bestanden. Von diesen 60 haben 34 den Weg fortgesetzt und den 2.Dan erreicht. Wieder davon haben 23 den 3.Dan und von diesen wiederum 16 den 4.Dan bestanden. 11 gingen weiter und haben den 5.Dan erreicht und von diesen sind 8 zur Zeit Träger des 6.Dan. Diese Zahlen sind der aktuelle Zwischenstand, aber wir sind mit Sicherheit noch nicht am Ende.

Zusammenfassend kann man sagen, der Schwarze-Gürtel ist ein lohnendes Trainingsziel und auf dem Weg dorthin ist der Karate-Club Seelze mit seinen vielen Dan-Trägern ein guter Begleiter.